Christine Cavalli

Kuratorin der Stiftung Elemente der Begeisterung

„Der Stiftungsname Elemente der Begeisterung  ist ungewöhnlich, aber klug gewählt. Er löst sofort einen Mechanismus des Hinterfragens aus: wessen Begeisterung, Begeisterung wodurch, wofür und mit wem. Und schon ist die Brücke zum Inhalt der Arbeit geschlagen. Ich muss zugeben, dass die aus ehrlicher Begeisterung und Überlegung entstehenden Projekte ungleich mehr Elan bei der Umsetzung freisetzen als sonst. So ist es mir zumindest bei meinen beruflichen Aktivitäten gegangen, die sich im weitesten Sinne mit den Zielen der Stiftung decken. Ich freue mich auf die Aufgabe, junge Leute durch interkulturelle Kompetenz zu Toleranz und Völkerverständigung anzuhalten und sie dabei behutsam zu beraten und zu unterstützen, ohne ihren Drang nach Innovation und Kreativität zu behindern.“

 

Christine Cavalli wurde in Chemnitz geboren.

Nach dem Abitur absolvierte sie ein Studium am Dolmetscherinstitut der Karl-Marx-Universität Leipzig und am 1. Moskauer Institut für Fremdsprachen, das sie als Diplomdolmetscher und -übersetzer für Russisch und Französisch abschloss.

An eine kurzzeitige berufliche Praxis als Dolmetscherin und Übersetzerin schloss sich ein postgraduales Studium an der Sektion für Theoretische und angewandte Sprachwissenschaft der Universität Leipzig an, nach dessen Abschluss ihr das Diplom als Konferenzdolmetscher für Russisch und Französisch mit einer zusätzlichen Befähigung für das Simultandolmetschen aus dem Französischen ins Russische und aus dem Russischen ins Französische zugesprochen wurde.

Anschließend war Christine Cavalli zwanzig Jahre als Dolmetscherin und Übersetzerin im Industrie- und Handelsbereich im In- und Ausland tätig.

Ab 1990 wird sie, die seit 1968 neben der deutschen auch die französische Staatsbürgerschaft inne hat, Mitarbeiterin am neu gegründeten Institut français de Leipzig. Sie arbeitet zunächst als Assistentin des Direktors, später als Kulturbeauftragte des Instituts bis zum heutigen Zeitpunkt an unzähligen unterschiedlichen kulturellen Projekten mit und bringt dabei für das Institut français vielseitige Partnerschaften mit deutschen Kulturakteuren und -institutionen auf den Weg.

Einer dieser Partner ist unsere Stiftung, der sie von Anfang an eine engagiert begeisterte, interessierte und aufgeschlossene Zusammenarbeit anbot. Dabei entstanden eine Reihe gemeinsamer Projekte, die sich in eine Gesamtkonzeption der Zusammenarbeit einfügen.

Ihre große Begeisterung gehört nach wir vor ihrem erlernten Beruf, dem Dolmetschen und Übersetzen, und durch ihre Tätigkeit am Institut français,  der zeitgenössischen französischen Literatur, deren Autoren in den zwanzig Jahren des Bestehens des Institut français zu zahlreichen Lesungen nach Leipzig gekommen sind, bei denen Christine Cavalli sie sachkundig zweisprachig vorstellte und ihre Texte dem deutschen Publikum näher brachte.