Die Ausstellung in several aspects (Istanbul, 8. bis 16. September 2012) versammelte 25 internationale Künstler, die sich in ihren Arbeiten mit Archivierung als künstlerische Methode befassen.
Werke in den Medien Fotografie, Video, Sound, Found footage, Skizze und Text wurden in der Ausstellung assoziativ zu einem weitläufigen Netz verknüpft. Durch die Verwendung von Strategien der Schichtung, des Überlappens und Reorganisierens wurde das Innere des Ausstellungsraums zum Spiegel des Istanbuler Stadtorganismus. So entstand ein kollektives künstlerisches Gedächtnis, das auf Analysen der sozialen, kulturellen, räumlichen und ästhetischen Dimensionen der Stadt basiert.
Die Ausstellung wurde von Antje Feger, Benjamin F. Stumpf, Jana Müller und Emanuel Mathias initiiert. Sie sind derzeit Artists in Residence bei Halka Art Project in Istanbul.
8. bis 16. September 2012
Halka Art Project
Caferağa Mh.
Ruşen Ağa Sokak 8
Kadıköy/ Moda
34717 Istanbul
Kontakt
Email: inseveralaspects@gmail.com
in several aspects wurde unterstützt von
Halka Art Project, Istanbul
Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart
Muthesius Kunsthochschule, Kiel
Kinostart des in Leipzig gedrehten und produzierten Debütspielfilms FERNES LAND vom deutsch-indischen Regisseur Kanwal Sethi.
Der Film wird mit dem ZDF – Das kleine Fernsehspiel, der Mitteldeutschen Medienförderung und dem evangelischen Entwicklungsdienst realisiert.
Kanwal Sethis FERNES LAND handelt von Migrationen, von den Chancen und Engpässen, mit denen Ausländer in Deutschland konfrontiert werden und von den Folgen, die sich durch Asylrechte und Einwanderungsgesetze ergeben können. Der Debütspielfilm wurde zu großen Teilen in Leipzig gedreht und produziert. Nach einigen erfolgreichen Festivalauftritten feierte er am 2. Februar 2012 seine Premiere und wurde beim Publikum sowie in der Presse positiv aufgenommen.
Inhalt: Für manche Menschen existiert der Pakistaner Haroon gar nicht. Dabei spürt er die Härte des Lebens, welches er seit drei Jahren in Deutschland führt, jede Sekunde an Leib und Seele. Als Illegaler ist er ständig unterwegs und möchte doch eigentlich nur seinen Traum vom eigenen Friseursalon verwirklichen. Doch dazu braucht er einen Pass…
Mark scheint im Leben angekommen. Bei seinem Arbeitgeber, einer Versicherungsgesellschaft, steht er kurz vor der Beförderung. Privat interessiert er sich für Japan und ist leidenschaftlicher Koch. Seine Freundin Nina bewundert ihn gerade für diese außergewöhnlichen Hobbies. Doch dann lehnt sie seinen Heiratsantrag ab und Marks bürgerliche Fassade bröckelt…
Auf den ersten Blick scheinen sich die beiden Protagonisten in nichts zu ähneln. Ihre Leben sind völlig unterschiedlich. Erst ein folgenreicher Verkehrsunfall kettet sie für eine Nacht schicksalshaft aneinander. Immer in Bewegung, begleitet Mark Haroon in eine ihm bis dahin unbekannte und faszinierende Welt. Während dieser Odyssee durch die Straßen einer winterlichen Stadt lernen sie sich kennen und schätzen. Was sie als Komplizen begannen, mündet schnell in Freundschaft. Beide realisieren, dass sie die Suche nach sich selbst, nach einer eigenen Identität verbindet. Können sie diesem Ziel ein Stück näher kommen?
Im Februar wird der Film im Cineding, Leipzig, gezeigt:
16. Februar 2012, 20.00 Uhr (Filmgespräch mit Kanwal Sethi)
16. bis 29. Februar 2012: 16. bis 22. jeweils 20.00 Uhr (Sonntag, Montag Ruhetage); 23. bis 29. jeweils 22.00 Uhr (Sonntag, Montag Ruhetage)
Mehr Informationen und Trailer unter: www.fernesland.de
Kurzinformationen auf einem Blick (PDF)
Alle Fotografien sind Teil eines Buchprojektes mit dem Titel Proper East
(dt. tatsächlich Osten) von den Fotografen Franz von Bodelschwingh und
Emanuel Mathias. Sie entstanden im September 2010 auf einer Reise von Istanbul über Ankara, Tunceli, Diyarbakir, Siverek, Urfa zu den Höhlen von Harran nahe der syrischen Grenze.
Die hier ausgewählten Bilder sind Teil des Kapitels über die Stadt Diyarbakir, eine Stadt zwischen Tradition und Moderne, gelegen nahe des Ursprungstal des Euphrat und Tigris.
Emanuel Mathias ist Gründungsstifter der Stiftung Elemente der Begeisterung.

Emanuel Mathias, Gründungsstifter der Stiftung Elemente der Begeisterung, setzt sich in seinen Arbeiten mit den Traditionen und Geschehnissen in einer anderen – hier der türkischen – Kultur auseinander.
In den filmischen und fotografischen Arbeiten von Emanuel Mathias geht es um die Lesbarkeit von Gesten und Situationen. Er untersucht Verhaltensmuster und Stereotypen im Umgang mit anderen und lenkt den Blick auf deren Ikonografie. In der Videoinstallation Nebahats Schwestern (2011) über Istanbuler Taxifahrerinnen, deren Rolle und Selbstbild sich ganz klar auch über eine Identifikation mit Soför Nebahat, der Schwester Nebahat, einer Taxi fahrenden und sich emanzipierenden jungen Frau aus dem gleichnamigen, populären türkischen Kinofilm von 1960, definiert, untersucht er die Verhaltensmuster des täglichen Lebens.
Eröffnung: 5.11.2011, 19:00 Uhr
Ausstellungsdauer 8.11.–3.12.2011
Ort: Spinnerei archiv massiv, Spinnereistraße 7, Haus 20 A, 04179 Leipzig
Die Ausstellung wird unterstützt durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, den Deutschen Akademischen Ausstauschdienst DAAD, das Goethe-Institut Istanbul und die Baumwollspinnerei GmBh.
Die Arbeit Nebahats Schwestern wurde mit dem diesjährigen Marion Ermer Preis 2011 ausgezeichnet.
Mehr Informationen unter: www.emanuelmathias.com

Das interkulturelle und interdisziplinäre Kulturprojekt „Camenzind goes East Africa“ hat zum Ziel, die erste Architekturzeitschrift Ostafrikas aufzubauen. Die Bevölkerung Afrikas wird im 21. Jahrhundert nochmals um das Dreifache wachsen, besonders die Städte werden sich rasant entwickeln. Vor diesem Hintergrund soll in einem Studentenworkshop erstmalig eine lokal basierte journalistische Plattform aufgebaut werden, die diese Prozesse reflektiert. In ganz Ostafrika fehlt eine Plattform, um die drängenden städtebaulichen und architektonischen Anliegen der Region zu diskutieren. Als Medium der freien Kritik und des konstruktiven Meinungsaustausches und als Informationsquelle für Entscheidungsträger könnte sie eine sehr wichtige Funktion übernehmen.
Die Architekturzeitschrift für Ostafrika soll mit der Produktion einer ersten Ausgabe lanciert werden, die in einem vierwöchigen interdisziplinären Workshop mit Studenten und Studentinnen aus Dar es Salaam vor Ort konzipiert, produziert und vertrieben wird. Die zukünftige Redaktion wird mit Reportage- und Interviewtechnik, Fotografie, grafischer und künstlerischer Gestaltung und Strategie vertraut gemacht. Auch soll der Workshop zu einem offenen Diskussionsforum über Form und Ausrichtung zukünftiger ostafrikanischer Architekturzeitschriften werden. Die Arbeitsgruppen werden zur Hälfte aus tansanischen Architekturstudenten und -studentinnen und zur Hälfte aus tansanischen Studenten und Studentinnen anderer Disziplinen zusammengesetzt.
Der Workshop findet vom 19.09. bis zum 16.10.2011 am Goethe-Institut in Dar es Salaam statt. Weitere finanzielle Unterstützung für das Projekt wird noch dringend gesucht - Möglichkeiten zum Sponsoring sind unter http://www.cazmag.com einsehbar oder können bei boucsein(at)cazmag.com angefragt werden.

Natalie Ott, Studentin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, erforscht im Rahmen ihrer Diplomarbeit die interkulturelle Kompetenz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Studienreise in den Oman.
„Learning by Experience - Lernen durch Erfahrung“ bringt die Idee dieser Studienreise zur Förderung der interkulturellen Kompetenz auf den Punkt. Insgesamt neun Studenten und ein Professor der Otto-Friedrich-Universität Bamberg hatten im Februar/März 2011 die Möglichkeit, ihre interkulturelle Kompetenz durch ein Vorbereitungsseminar und die darauf folgende Studienreise in den Oman weiterzuentwickeln.
Das Vorbereitungsseminar und die Reise sind Teil eines quantitativen Untersuchungsdesigns, welches im Rahmen der Diplomarbeit von Natalie Ott, Studentin für Diplompädagogik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, ausgewertet wird. „Entwicklung, Durchführung und Evaluierung eines Konzepts zur Förderung der interkulturellen Kompetenz von Studierenden", so das Thema ihrer Forschungsarbeit. Die Planung und Organisation der Studienreise wurde in enger Zusammenarbeit mit der Deutsch-Omanischen Gesellschaft e.V. durchgeführt sowie auch finanziell von der DOG wie auch durch PROMOS-Stipendien des DAAD gefördert.
„Es wurden die verschiedensten Vorurteile abgebaut, Brücken geschlagen zwischen der deutschen und der orientalischen Kultur des Omans, Beziehungen geknüpft für neue Netzwerke zwischen unserer Universität und zwei Universitäten im Oman und bei den Teilnehmern persönlich Verantwortungsbewusstsein gefördert, interkulturelle Kommunikation und Kompetenz geschult und ein umfangreicher Erfahrungsschatz vermittelt. Indiz dafür sind die Gespräche in den verschiedenen Reflexionseinheiten, aber auch das ausführliche schriftliche Feedback der Teilnehmer“, schildert Natalie Ott in ihrem Erfahrungsbericht.
Die Stiftung Elemente der Begeisterung wird die weitere Forschungsarbeit der Studentin verfolgen und die Ergebnisse ihrer Diplomarbeit vorstellen.
Den ausführlichen Bericht finden Sie hier.