Stiftung
21.11.2011 |

Im Fokus: Die BMW Stiftung Herbert Quandt stellt in einer Serie Menschen vor und fragt: Wie stellen sie sich gesellschaftliche Entwicklung und Erneuerung vor? Gründungsstifter Robert Benjamin Biskop äußert sich dazu in einem Interview.


‎„Immer wieder haben wir in unseren Projekten festgestellt, dass uns viel mehr verbindet als uns trennt. Junge Leute in Tunis oder einer Pariser Vorstadt träumen dieselben Träume wie wir: Sie wollen frei und selbstbestimmt auf ihre unmittelbare Lebenswelt Einfluss nehmen, wollen Verantwortung übernehmen und Brücken bauen, Altersgenossen mit ihrem Enthusiasmus anstecken und in der Gemeinschaft mit anderen auch persönlich wachsen", erzählt Gründungsstifter Robert Benjamin Biskop.

Im Rahmen der zweiten Berliner Stiftungswoche 2011 hat die Stiftung Elemente der Begeisterung gemeinsam mit der BMW Stiftung Herbert Quandt eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Umbruch in der arabischen Welt“ veranstaltet. „Der Mut und das selbstlose Engagement unserer tunesischen Partner in den Wochen des Umbruchs hat mich nachhaltig beeindruckt. Wann immer sie von ihren Erlebnissen im Februar 2011 sprechen, fühle ich mich an den Wendeherbst 1989 hier bei uns erinnert: an die Überwindung der Angst und das Artikulieren von demokratischen Forderungen, an das Finden einer Stimme und das selbstbewusste Eintreten für Veränderungen. Unsere tunesischen Freunde engagieren sich politisch, mischen sich ein und legen die Grundlagen, um sich und ihren vielfältigen Projekten auch institutionell einen Rahmen zu geben, nun, da dies zum ersten Mal frei von staatlicher Gängelung und Repression möglich ist. Wenn wir als Stiftung gemeinsam mit unseren Partnern hier mit Unterstützung, Wissenstransfer und Foren des Dialogs einen kleinen Beitrag zum Gelingen leisten können, macht uns das froh und glücklich und stärkt unser Gefühl der Zusammengehörigkeit als junge Generation", erläutert Robert Benjamin Biskop.

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