Stiftung
03.02.2012 |

Ein spontaner Konzertbesuch in Tschechien, wenn die Lieblingsband in Prag spielt? Für viele junge Leute in Deutschland ist das mittlerweile ganz alltäglich. Wie haben sich Grenzen in unserer Wahrnehmung verändert? Und wie verändert sich damit lokale Identität? Ein Workshop im März 2012 geht diesen Fragen nach. Jetzt bis zum 27. Februar anmelden!


Ein spontaner Konzertbesuch in Tschechien, wenn die Lieblingsband in Prag spielt. Oder: Von Děčín aus mit der S-Bahn nach Hellerau, um preisgekröntes Theater aus aller Welt zu erleben – für viele junge Leute in Sachsen und Tschechien ist das mittlerweile ganz alltäglich. Ein Geschenk Europas, denn nicht immer war Nachbarschaft so unbeschwert wie heute. 


Im Workshop „Grenzen – erkennen, respektieren, überwinden" richten wir den Blick auf die Kulturgeschichte von Grenzen und schauen auf die konkreten Veränderungen der Gegenwart, wie sie sich für Bewohner von Grenzregionen darstellen. Wie wirken sie sich auf deren Alltags- und Berufsleben aus? Wie verändern sich dadurch Selbstwahrnehmung und Wahrnehmung des Nachbarn? Entsteht in Grenzräumen gerade eine neue Form lokaler Identität? Welche Herausforderungen ergeben sich mit durchlässiger werdenden Grenzen, und wie gehen Nachbarn sie gemeinsam an?

Der Veranstaltungsort, die Burg Hohnstein im Nationalpark Sächsische Schweiz, liegt mitten in der deutsch-tschechischen Grenzregion. Wir lernen so anhand von vielen Praxisbeispielen und lokalen Gesprächspartnern die Region aus verschiedenen Blickwinkeln kennen.

Als Referenten sind eine Historikerin, ein sächsischer Landrat und ein Vertreter der Polizei geladen. Wir erwarten eine Sozialarbeiterin, die tagtäglich für Menschen diesseits und jenseits der Grenze da ist. Mit einem weiteren Gast blicken wir über unsere Region hinaus: Er berichtet uns über die Entstehung ganz neuer, Grenzen aufhebender Räume im Arabischen Frühling – durch Facebook und Twitter, und über die Idee des geeinten Europas aus der Perspektive junger Menschen in der arabischen Welt.

Ort und Zeit

Burg Hohnstein, Dienstag, 27. März, bis Sonnabend, 31. März 2012

Referentinnen und Referenten

Michael Geisler, Landrat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (Pirna)

Wael Ibrahim, Student Konferenzdolmetschen Arabisch und Referent Ausländischer Studierender im StuRa der Universität Leipzig

Cathrin Schauer, Geschäftsführerin grenzüberschreitende Sozialarbeit, KARO e.V. (Plauen)

Klaudia Schümann, Historikerin, Brücke/Most-Stiftung (Dresden)

Conny Stiehl, Polizeipräsident Oberlausitz-Niederschlesien (Görlitz)                                

Workshop-Sprache: Deutsch

Eigenbeitrag der Teilnehmenden: 120 € regulär, 60€ ermäßigt

Anmeldefrist: 20. Januar bis 27. Februar 2012 (Anmeldeformular als PDF)

Eine Veranstaltung der Stiftung Elemente der Begeisterung in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

Kontakt und Anmeldung

Jens Mittelstenscheid, Stiftung Elemente der Begeisterung (E-Mail: mittelstenscheid[at]edb-stiftung.de)

Lutz Tittmann, Sächsische Landeszentrale für politische Bildung (E-Mail: lutz.tittmann[at]slpb.smk.sachsen.de)

Flyer zum Download:

Workshop „Grenzen – erkennen, respektieren, überwinden" (Flyer, PDF)